Die Schwierigkeiten der emotionalen Selbstregulation bei kleinen autistischen Kindern

Die Schwierigkeiten der emotionalen Selbstregulation bei kleinen autistischen Kindern

Die emotionale Selbstregulation stellt für viele kleine autistische Kinder eine große Herausforderung dar. Eine aktuelle Analyse aus Australien zeigt, dass 43 % der autistischen Kinder im Vorschulalter ein Dysregulationsprofil aufweisen, das durch Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Emotionen, Aufmerksamkeit und Verhalten gekennzeichnet ist. Dieses Profil äußert sich in einer Kombination aus Angststörungen, aggressivem Verhalten und Konzentrationsproblemen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit ausgeprägten Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation und mit repetitiven Verhaltensweisen ein höheres Risiko haben, dieses Profil zu entwickeln. So ist eine Zunahme der Herausforderungen in der sozialen Kommunikation mit einem Anstieg des Risikos um 11 % verbunden, während verstärkte repetitive Verhaltensweisen das Risiko um 9 % erhöhen. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass ausgeprägtere autistische Merkmale oft mit zusätzlichen Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation einhergehen.

Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle. Ältere Kinder in dieser Vorschulaltersspanne haben fast ein 50 % höheres Risiko, dieses Profil zu entwickeln. Dagegen scheinen Kinder aus vielfältigen kulturellen und sprachlichen Hintergründen besser geschützt zu sein, ebenso wie solche, deren Familien über höhere jährliche Einkommen verfügen. Dies könnte auf einen besseren Zugang zu Bildungs- und Therapieressourcen oder auf kulturelle Praktiken zurückzuführen sein, die strukturierte Routinen und verstärkte familiäre Unterstützung fördern.

Entgegen der Erwartung scheint das Vorhandensein dieses Profils bei einem Kind die Wirksamkeit früher Interventionen auf seine sozialen Fähigkeiten, repetitiven Verhaltensweisen oder kognitiven Fähigkeiten nicht zu beeinflussen. Mit anderen Worten: Selbst wenn ein Kind Schwierigkeiten mit der emotionalen Selbstregulation hat, hindert dies die Interventionsprogramme nicht daran, positive Auswirkungen auf andere Aspekte seiner Entwicklung zu haben.

Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung eines frühen Screenings von Problemen der emotionalen Selbstregulation bei autistischen Kindern. Eine frühzeitige Erkennung würde es ermöglichen, die Betreuung spezifisch an diese Bedürfnisse anzupassen, zusätzlich zu den Interventionen, die auf klassische autistische Merkmale abzielen. Dies könnte dazu beitragen, ihre Lebensqualität und ihre Chancen auf soziales Lernen zu verbessern.


Bibliographie

Source du rapport

DOI : https://doi.org/10.1007/s10803-026-07387-0

Titre : Cognitive, Behavioural and Communication Correlates of Dysregulation in Australian Autistic Preschoolers

Revue : Journal of Autism and Developmental Disorders

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Weng Tong Wu; James Rufus John; Antonio Mendoza Diaz; Cheryl Dissanayake; Valsamma Eapen

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