Passivrauchen verschlimmert Atemwegsprobleme bei Jugendlichen

Passivrauchen verschlimmert Atemwegsprobleme bei Jugendlichen

Jugendliche, die in ihrem Umfeld regelmäßig Tabakrauch ausgesetzt sind, entwickeln häufiger Atemwegssymptome. Eine Umfrage unter 2.885 Schülern im Alter von 12 bis 15 Jahren in der Township Soshanguve, Südafrika, zeigt klare Zusammenhänge zwischen dieser Belastung und Erkrankungen wie Asthma, Pfeifen in der Brust oder Rhinitis auf.

Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche, die mehr als 20 Tage im Monat im Verkehr Rauch ausgesetzt sind, fast doppelt so häufig im Laufe ihres Lebens Pfeifen in der Brust entwickeln. Bei denen, die dieser Belastung zu Hause ausgesetzt sind, verdoppelt sich das Risiko für aktuelles Pfeifen in der Brust sogar mehr als. Auch Asthma tritt häufiger bei Jugendlichen auf, die mehr als 20 Tage im Monat in der Schule Rauch ausgesetzt sind.

Rhinitis, die sich durch Niesen oder eine verstopfte Nase ohne infektiöse Ursache äußert, betrifft besonders Jugendliche, deren Mutter raucht. Auch eine langfristige Rauchbelastung zu Hause erhöht dieses Risiko. Mädchen geben zudem häufiger an, unter Pfeifen in der Brust oder Rhinitis-Symptomen zu leiden als Jungen – ein Trend, der bereits in anderen Studien beobachtet wurde.

Pfeifen in der Brust betrifft 34 % der befragten Jugendlichen, und 65 % dieser Fälle traten in den letzten 12 Monaten auf. Von denen, die derzeit darunter leiden, hatten 62 % im vergangenen Jahr ein bis drei Anfälle, und bei einem Viertel wurde der Schlaf mindestens einmal pro Woche gestört. Nasale Probleme wie laufende Nase oder brennende Augen betreffen fast 80 % der Jugendlichen und beeinträchtigen ihren Alltag.

Die Umfrage zeigt auch, dass 46 % der Jugendlichen in einem Haushalt leben, in dem mindestens eine Person raucht. Fast 40 % sind in der Schule Rauch ausgesetzt, und 35 % in Restaurants. Trotz der Gesetze, die das Rauchen in öffentlichen Räumen verbieten, bleibt die Umsetzung unzureichend, sodass Jugendliche weiterhin gefährdet sind.

Die Forscher stellen fest, dass Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen, wie in Townships, aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte, der Luftverschmutzung und einer geringeren Durchsetzung von Vorschriften stärker belastet sind. Rauchergewohnheiten bilden sich oft in diesem Alter heraus, was die Risiken für die Atemwegsgesundheit weiter verschärft.

Diese Studie unterstreicht die Dringlichkeit, die Politik zur Bekämpfung des Rauchens, insbesondere in von Jugendlichen frequentierten Räumen, zu verstärken, um ihre Gesundheit zu schützen.


Bibliographie

Source du rapport

DOI : https://doi.org/10.1186/s12982-026-02145-0

Titre : Association between second-hand smoke exposure and respiratory symptoms among teenagers attending school in Soshanguve, South Africa

Revue : Discover Public Health

Éditeur : Springer Science and Business Media LLC

Auteurs : Sinenhlanhla Noluthando Makhoba; Mandla Bhuda; Joyce Shirinde

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